Tauchen für den Naturschutz
Chronik seit dem 07.06.2016
 
 
Datum Text    
16.09.2017

Tauchen für den Naturschutz

- eine Idee beginnt sich zu entwickeln –

Taucher als Umweltbeobachter unter Wasser, diese Idee verfolgen seit vergangenem Wochenende die beiden Tauchsportvereine in Malsch und in Vimbuch (TSV Mittelbaden) in einer gemeinsamen Zusammenarbeit.

Beide Vereine haben eine gut ausgebildete und engagierte Gruppe von Mitgliedern, die sich dem Thema annehmen möchte. Dabei steht die Beobachtung von Unterwasserpflanzen, sogenannter Makrophyten, im ersten Schritt im Vordergrund.

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Bei gezielten Tauchgängen in ausgewählten Baggerseen der Oberrheinebene werden die vorkommenden Arten und deren Verbreitung bestimmt. Mit dabei sind Unterwasserkameras und Unterwasserschreibtafeln für die Dokumentation. Einzelne Exemplare werden für das Herstellen von Pflanzenbelegen entnommen und genau bestimmt.

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Obwohl es umfangreiche Publikationen zum Thema gibt ist die Bestimmung vieler Pflanzen, gerade der Armleuchteralgen, schwierig. Da ist es sinnvoll die Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zum Ziel zu kommen.

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Bleiben dennoch Unsicherheiten, verfügt die Gruppe über ein Netzwerk zu den Ausbildern und weiteren Biologen, die gerne professionelle Hilfestellung leisten.

Da die Unterwasserpflanzen Indikatoren für den Zustand der Gewässer darstellen stellt die Arbeit eine Grundlage für die Bewertung des Baggersees als Lebensraum dar.

Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt weitere interessierte Taucher für die Idee zu gewinnen und in der Zukunft gemeinsame Projekte mit dem Behördlichen Naturschutz und den Naturschutzverbänden durchzuführen –Infos und Ansprechpartner findet man auf den Homepages der beiden Vereine. 

 
11.08.2017

Zeitungsartickel vom 04.08.2017 auch genau so im BNN am 11.08.2017

 
04.08.2017 Bericht im Achen-Bühler Bote

 
31.07.2017

Auch wenn wir keinen Platz beim Stern des Sports belegt haben, sind wir alle Stolz auf die Anerkennung unsere Arbeit im Vereine für das Naturschutztauchen. Diese Arbeit lässt sich schwer bewerten da sie auf lange Zeit angelegt ist. Irgendwann werden die gesammelten Daten und die Pflanzen uns ein genaueres Bild unserer Baggersee wiedergeben und deren Entwicklung in den Jahren. Wir hoffen, das die Gesellschaft dann Schlussfolgerungen treffen kann um unsere Baggerseen für unsere Allgemeinwohl zu schützen und zu erhalten.

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28.06.2017

Am 28.06 traf sich ein Teil der NABU-Gruppe des TSVMB zum Pflanzenbestimmen. Wieder einmal brauchten wir viel Zeit und Geduld zum bestimmen aber mit jedem mal wird es besser und wir kommen immer besser mit dem Bestimmungsschlüssel zurecht. Wir haben folgende Pflanzen bestimmt: Chara Vulgaris – Gewöhnliche Armleuchteralge und Nitella Opaca – Dunkle Glanzleuchteralge

 
15.06.2017

Dreimal Osten und zurück oder Fische, das Maß aller Dinge!?…

Zum dritten Mal zog es die Taucher des Tausportverein Mittelbaden e.V. (TSVMB) nach Sachsen- Anhalt an den Geíseltalsee. Dieses mal jedoch nicht nur zum Tauchen, sondern sie waren auf einer Bildungsreise: Tauchen für den Naturschutz. Die Gruppe um Leiter Michael Huck war gespannt auf die etwas andere Unterwasserwelt,
die geografische Lage des Sees und des Bewuchses unter Wasser. Durch die 2 Osttouren davor, wussten einige Taucher, das die Vegetation eine andere ist als in den regionalen Seen, jedoch achtete damals KEINER auf Unterwasserpflanzen. Nur Fische waren das Maß aller Dinge. Je größer desto besser. Diese Denkweise ist immer noch stark in den Köpfen der meisten Taucher und Angler verankert. Von den insgesamt 5 Tauchgängen (TG) war schon im Vorfeld der erste Tauchgang als Check TG geplant und die anderen 4 TG‘s zum Sammeln von Präparaten und deren Bestimmung.

Was für uns dann am Freitag noch dazwischen kam war das Fernsehen des MDR! Jetzt sind wir Taucher des TSVMB von Baden Württemberg hier zum tauchen und Pflanzenbestimmen und kommen hier im Fernseher. Am 1.7 wurde die Sendung mit UNS ausgestrahlt. Auch unser LOGO vom TSVMB war im Film kurz an Hörbuch Claus Brust zu sehen.
Link zum Video: http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/c/video-118758.html
(kurz am Anfang und ab Zeit im Video 00:26:35 das kommen wir!)

In diesem mesotrophen See 3140(nährstoffarm) ist schon auf den ersten paar Metern an einigen Einstiegsstellen ein Unterschied zu unseren heimischen Seen sofort zu erkennen. Große Flächen mit Pflanzenbewuchs erblickt der Taucher durch die Maske. Das zweite was man ab ca. 7 Meter sofort sieht ist die untere Makrophyten Grenze (UMG). Das ist die Grenze bis zu der Pflanzen in größerer Population noch wachsen. Hier sieht das Unterwasserbild so aus, als ob ein Gärtner seine Pflanzen in einer langen Linien bis zu dieser Stelle gesetzt hat. Danach wachsen nur noch vereinzelt ein paar Pflanzen und es wird spürbar kälter! Ab hier wird die Unterwasserwelt von Muscheln, Schnecken, alten Bäumen und Sträuchern übernommen. Relikte aus der Zeit, als der See noch nicht mit Wasser geflutet war. In solch kalten Seen muss jeder Taucher zur eigenen Sicherheit mit zwei komplett getrennten Luft- Systemen tauchen (redundant)! Was bedeutet ein redundantes System? Das bedeutet, das jeder Bestandteil des Luftversorgungssystems doppelt vorhanden ist. ln dieser kalten Umgebung wächst keine Pflanze mehr. Kälte, Dunkelheit und mystische Strukturen der Bäume die mit Muschel vollhängen um gibt den Taucher. Beim Tauchgang wurden die Pflanzen fotografiert, ihre Entnahme dokumentiert und für den Transport präpariert. Auf den zweiten Blick erkannten die Taucher, das die Fauna an Artenvielfallt ärmer ist als in den regionalen Seen, hier aber an Masse viel, viel mehr vorhanden ist, was wiederum den Artenreichtum an Fischen aus macht.

Die Präparate die im Geiseltalsee entnommen wurde werden im Vereinsheim in Bühl bestimmt, getrocknet und herbarisiert. Die Daten werden später an Silke Oldorff vom NABU-- Naturschutz Tauchen , sowie an Heiko Günzel vom Tauchzentrum Geiseltal weitergegeben. Bei weiteren TG kann man diese Daten vergleichen und Veränderungen z.B. invasiver gebietsfremder Arten festhalten oder Schlussfolgerungen daraus treffen, um die Entwicklung des Geiseltalsees als Naherholungsgebiet und Rückzugsmöglichkeit für Tiere, Pflanzen sowie Mensch zu erhalten.

 
13.06.2017

Treffen mit örtlicher Presse

Heute traf sich Michael Huck der Gruppenleiter Tauchen für den Naturschutz und Michael Thees der Pressewart das TSVMB in der Redaktion des Acher-und Bühler Bote https://bnn.de/kontakt/buehl um über das Projekt: Tauchen für den Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem NABU zu berichten. In einem langen Gespräch mit Antje Rupprecht wurde über die bisherige Arbeit und über zukünftige Projekte berichtet. Es soll daraus ein großer Bericht in der örtlichen Tageszeitung entstehen. Wir werden hier natürlich darüber berichten.

 
09.05.2017

4 mal Kinderspass in Bühl und der TSVMB ist immer mit dabei!!!

Auch 2017 war der Tauchsportverein Mittelbaden e. V. (TSVMB) mit dabei und präsentierte sich zum Kinderspass ganz neu.
Mit 2 neuen Gruppen: Naturschutztauchen und Suchen & Bergen, sowie mit 2 neuen Tauchlehrern Till Holzheuer und Jeremias Eisner startet der TSVMB in die Saison. Natürlich war auch Sharkprojekt vertreten durch Martin Trösch mit am Start.

Aber an diesem Tag waren die Kinder die Hauptattraktion. Diese kamen und staunten nicht schlecht, was es alles so in unseren Baggerseen an Pflanzenreichtum gibt, präsentiert durch unsere Naturschutztaucher am Stand. Viele probierten auch das Tauchen mit dem Lungenautomaten im Aquarium aus. So trafen sich am Stand des TSVMB alte Bekannte und Kinder für die es ganz neu war, in die Welt unter der Wasseroberfläche einzutauchen.

Für den TSVMB war der Tag trotz des Regens ein voller Erfolg, was sich in den Gesichtern der Kinder wiederspiegelte, die nach dem „Tauchgang“ die Tauchmaske abnahmen.

Ein klares Wort fand der 1. Vorstand des TSVMB Mathias Probst: „Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei.“

 
01.05.2017 Ich komme langsam nicht mehr mit dem Filmmaterial hinterher! Hier mal kurz was neues von unserem neuen Tauchplatz!
 
02.04.2017

Naturschutztauchen: Erster TG mit Pflanzenbestimmung

Gespräch von dem Leiter Hucky:
Es gibt wirklich viele jung Muscheln überall, was für eine super Sicht und wenig Schwebeteilchen sorgt und gut für die Pflanzen ist.
Was ich auch zum ersten mal gesehen haben war ein jung Wels ca. 10cm groß.
Den konnte Officer Hadley auch Filmen, aber was das größte für uns war, das wir folgende Pflanze gefunden haben auf 7m Tiefe:
Das Gewöhnliche Quellmoos (Fontinalís antipyretica) gehört zu den unter Wasser lebenden Laubmoosen. Das Quellmoos wächst meist in langsam fließenden, seltener in stehenden Gewässern. Es ist meist in sauberen, nährstoffarmen (oligotrophen) Bächen und größeren Seen zu finden und wurde früher als Heilpflanze genutzt (Fons = Quelle, antipyretica = gegen Fieber).
Heute wird sie jedoch bestenfalls zur Verzierung und als Sauerstofflieferant in Aquarien und Gartenteichen eingesetzt. Sie ist in einer Wassertiefe von bis zu 18 Metern anzutreffen. Die Art ist sehr weit verbreitet in der nördlichen Hemisphäre.

 
02.01.2017 Das Muschelsterben!?
Anfrage über FB undwir bitten um HILFE.
 
05.09.2016

Besuch im Verein. Unser Freund Volker war wieder im „Ländle“ und besuchte uns. Zugleich konnte er sehen was wir seit dem Seminar Naturschutztauchen alles so gesammelt und bestimmt haben. Auch die Kontakte die wir mit der Stadt Bühl geknüpft haben und unsere Organisationsstruktur die wir aufgebaut haben. Später kam noch Frank, was uns auch freute. Wir konnten unsere Erkenntnisse mit beiden diskutieren und die weiter Vorgehensweise. Danke an beide! PS: Schulnote 3 bei der Bestimmung!

 
30.08.2016

Erstes Treffen der TSVMB Abt.: Tauchen für den Naturschutz

 
26.08.2016 Erster  sehr positiver Kontakt mit der Stadt Bühl  
25.08.2016 Badisches Tagblatt
25.08.2016 Achen-Bühler-Bote  
21.08.2016  
21.08.2016

Erstes NABU-Projekt des TSVMB: Tauchen für den Naturschutz in Baden Württemberg

Am 20.-21.08. trafen sich 9 Taucher vereinsübergreifend aus der Region im Tauchsportverein Mittelbaden e.V. zum ersten zertifizierten Ausbildungslehrgang Tauchen für den Naturschutz, des NABU unter Leitung des Biologen Volker Krautkrämer vom NABU Brandenburg. Naturschutz geht uns alle an und das will der TSVMB ab 2016 verstärkt umsetzen, denn Umweltschutz hört nicht an der Wasseroberfläche auf. Lehrinhalte des theoretischen Abschnitts waren die Wasserrahmenrichtlinien (WRRL), Einordnung der See Typen nach NATURA 2000- des Europäische Schutzgebietsnetzes, Habitatstrukturen bei der Gewässerbewertung, sowie die Bedeutung von Wasserpflanzen in ihrem Lebensraum. Die Teilnehmer hörten nur noch Lateinische Namen wie Characeen, Elodea canadensis, Nuphar lutea. Einfacher war da die Bestimmung der unteren Makrophyten Grenze (UMG, ist die Grenze an der die letzte verwurzelte Pflanze lebt). Im praktischen Abschnitt ging es darum, Pflanzen in den Seen zur späteren Bestimmung zu sammeln und die Bewertung des Sees nach NATURA 2000-Code. Ein See der betaucht wurden, war Eutroph nach Code 3150 das heißt, Nährstoffreich und er hat mehr als 5 Pflanzenarten. Die Taucher entdeckten bei ihrem ersten Tauchgang über 15 Arten, was selbst den Biologen Volker überraschte!
Der zweite See (Matschelsee) war da schwieriger einzustufen. Der Matschelsee ist nach den EU- WRRL, in ein 3140er Gewässertyp einzustufen, der für oli- bis mesotrophe (nährstofffreie bis nährstoffarme ) Gewässer gilt, die mit Armleuchteralgen besetzt sind. Allerdings ist der See zurzeit durch bentivore (wühlende) Fischarten (Karpfen, Brassen, Schleie) in den Tiefen von 2-14m erheblich geschädigt. Im Matschelsee konnten insgesamt 4 Armleuchteralgenarten (Characeen) nachgewiesen werden. Nitella confervacea von 16-18, 2m, Tolypella glomerata in 15-16m, Chara hispida in 3-4m, Chara globularis in 3-4m. Nitella confervacea ist selten bis sehr selten. Tolypella ist ebenfalls als selten einzustufen. An höheren Pflanzen wurden 14 Arten gefunden. Dieses Artenspektrum zeichnet auch einen guten See aus.
Nach den Tauchgängen ging es daran die Pflanzen zu bestimmen, zu pressen und in einem Herbarium zu archivieren. Volker steckte die Teilnehmer mit seiner Begeisterung so an, dass jeder schnell wusste um was es ging und mit Begeisterung dabei war. All die Daten und Pflanzen die aufgenommen wurden, werden in einer deutschlandweiten Datenbank eingegeben. Dafür sind qualitativ aussagefähige und belastbare Daten erforderlich.
Nur so können Behörden zum Handeln bewegt und Kommunen, Eigentümer sowie Nutzer zu signifikanten Reduzierungen von Gewässerverschmutzungen angehalten werden, erklärte der Abteilungsleiter für Naturschutztauchen des TSVMB Michael Huck. Volker Krautkrämer wurde gefragt, was ihm am besten an den zwei Ausbildungstagen gefallen hat: „…Toller Vereinszusammenhalt und das Verhalten beim Tauchen, sehr gute und anspruchsvolle Tauchgewässer, große Pflanzenvielfalt, tiefe UMG und ich würde gern wiederkommen zu euch….“ › Sporttaucher, Naturschützer und Menschen der Region haben gemeinsame Interessen: klares Wasser und eine vielfältige Unterwasserwelt. Dafür setzt sich der TSVMB mit seiner Abteilung ‚Tauchen für den Naturschutz‘ ab jetzt ein.







21.08.2016  
20.08.2016  
19.08.2016  
16.06.2016 Zeitung BT 

 
16.06.2016  Zeitungsartickel ABB  

07.06.2016 

Gestern hatten wir Besuch von Silke Oldorff und Volker Krautkrämer. Diese ist die stellvertretende Naturparkleiterin für den Bereich Landschaftsplanung, inklusive Pflege- und Entwicklungsplanung und NATURA 2000-Management-Planung sowie Artenschutz im Naturpark Stechlin-Ruppin. Sie sprach mit uns über die Projektarbeit die sich nicht nur auf tiefe Tauchgänge bezieht, sondern auch auf das wahrnehmen von Flora, Fauna, deren Entwicklung und Rückschlüsse auf den Zustand eines Gewässers. Die Taucher können unter Wasser Veränderungen frühzeitig erkennen und ihre Funktion als Frühwarnsystem und Bioindikatoren unter Wasser wahrnehmen und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten. Um zu sehen wie so ein Projekttauchgang abläuft luden wir Silke und Volker zum Tauchgang ein.

 

23.05.2016

Mit dieser Frage in Facebook hat alles angefangen:

 

Kann mir da jemand weiterhelfen was das ist? Eine Alge? Und wo bekommt man darüber Infos her?